Der Portfolio Prompt Builder · Eine Reise für den neugierigen Anleger ⏱ 5 Min. Lesezeit

Alle wollen den Markt schlagen.
Fast niemand schafft es.

Bevor Sie also eine Aktie auswählen, den perfekten Einstieg suchen oder einem Guru vertrauen — fünf Ideen, die in den besten Portfolios der Welt leise die eigentliche Arbeit leisten. Einfach weiterscrollen.

~90%der Renditeschwankung kommen aus der Asset Allocation* 85%der aktiven Fonds verlieren gegen den Index über 10 J. 5 Min.um zu verstehen, warum der Prompt Builder funktioniert
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01
Strategische Asset Allocation

Zuerst entscheiden: Welcher Anlegertyp sind Sie?

Bevor Sie einen einzigen Fonds oder eine einzige Aktie kaufen, müssen Sie eines entscheiden: wie viel Risiko Sie nachts ruhig schlafen lässt. Diese Entscheidung — die Aufteilung zwischen Aktien, Anleihen, Satelliten (wie Immobilien und Krypto) und Cash — heißt Strategische Asset Allocation (SAA).

Klingt langweilig. Ist aber die mit Abstand wichtigste Entscheidung, die Sie als Anleger je treffen werden. Die legendäre Brinson-Studie zeigte: Rund 90% der Schwankung von Portfoliorenditen kommen nicht daher, welche Aktien Sie kaufen oder wann — sondern aus genau dieser obersten Aufteilung. Der Prompt Builder hilft Ihnen, genau diese SAA mithilfe des KI-Werkzeugs Ihrer Wahl zu definieren und zu verfeinern — zum Beispiel mit gezielten Regionsgewichtungen bei den Aktien.

Stellen Sie sich den Hausbau vor. Den Bauplan wählen Sie, bevor Sie sich für Türklinken entscheiden. Die erste Frage des Portfolio Prompt Builder — Ihr Risikoprofil — ist genau dieser Bauplan-Schritt.

Regler bewegen, Allokation ausprobieren

Rendite- und Volatilitätswerte gehen von einem EUR-basierten Anleger aus. Die Aktienannahme von 7,5 % p.a. ist ein konservativer Abschlag gegenüber dem historischen USD-Wert von ~10 % — für Währungsschwankungen und Bewertungskonservatismus bei Nicht-USD-Portfolios.

3%
20%
70%
5%
2%
REITs & Krypto
REITs und Krypto sind die Satelliten-Klassen im Prompt Builder — Alternativen, die Rendite steigern und teilweise diversifizieren, aber auch Verluste verstärken. In Krisenzeiten steigen ihre Korrelationen zu Aktien typischerweise an.
Ausgewogen
Rendite p.a.
Langfristige Schätzungen je Anlageklasse:
· Aktien    7,5 % p.a.
· Anleihen  3,0 % p.a.
· REITs     8,0 % p.a.
· Krypto   14,0 % p.a.
· Cash      1,5 % p.a.
Gewichteter Durchschnitt Ihrer Allokation.
6,1%
Volatilität
Annualisierte Standardabw. je Klasse:
· Aktien   18 %
· Anleihen   5 %
· REITs    22 %
· Krypto   65 %
· Cash     ~0 %
Korrelationen: ρ(Ak,An)=0,0 · ρ(Ak,Re)=+0,65 · ρ(Ak,Kr)=+0,40
ρ(An,Re)=+0,10 · ρ(An,Kr)=+0,05 · ρ(Re,Kr)=+0,10
σ = √(Σ w²·σ² + 2·Σ wᵢwⱼσᵢσⱼρᵢⱼ)
~9%

Risiko und Rendite reisen immer gemeinsam. Der rote Punkt folgt den Reglern — grünen Punkt klicken setzt auf dieses Profil. Typische Jahresbandbreite: −7% bis +19%.

Illustrativ. Referenzallokationen und Rendite-/Volatilitätsschätzungen dienen ausschließlich der Veranschaulichung — keine Empfehlung.
Rendite p.a. Annahmen:
· Aktien     7,5 %
· Anleihen   3,0 %
· REITs      8,0 %
· Krypto    14,0 %
· Cash       1,5 %

Volatilität (annualisierte Std.-Abw.):
· Aktien     18 %
· Anleihen    5 %
· REITs     22 %
· Krypto    65 %
· Cash      ~0 %
Korrelationen: ρ(Ak,An)=0,0 · ρ(Ak,Re)=+0,65 · ρ(Ak,Kr)=+0,40
ρ(An,Re)=+0,10 · ρ(An,Kr)=+0,05 · ρ(Re,Kr)=+0,10
σ = √(Σ w²·σ² + 2·Σ wᵢwⱼσᵢσⱼρᵢⱼ)

10 Jahre zurück. 10 Jahre voraus.

Das Modell oben ist illustrativ. Jetzt ein Blick auf echte Marktdaten — Renditen in USD. EUR-, GBP- und CHF-Anleger sehen je nach Wechselkursentwicklung etwas andere Werte.

Durchgezogene Linien: historische Wertentwicklung. Schattierte Korridore: ein plausibler Bullen-/Bären-Bereich für das nächste Jahrzehnt. Auf einen Punkt klicken zeigt die Renditekarte.

Basis 100 = Jan 2015. Renditen in USD. Prognosen: optimistisch +10 % / +7 % p.a. · konservativ +4 % / +3 % p.a. (MSCI World / 60–40). Illustrativ — vergangene Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse.
EF Efficient Frontier Der optimale Punkt zwischen Risiko und Rendite

Die Efficient Frontier zeigt die Kurve der optimalen Portfolios — Allokationen, die für ein gegebenes Risikoniveau die maximal mögliche Renditeerwartung liefern. Jeder Punkt über der Kurve ist nicht erreichbar; jeder Punkt darunter verschenkt Rendite. Das Streudiagramm oben zeigt genau diese Beziehung.

Rendite ↑ Risiko (Volatilität) → Suboptimale Portfolios K A W AG K = Konservativ (Vol 6,3 % / Rend. 4,3 %) A = Ausgewogen (10,1 % / 5,4 %) W = Wachstum (13,9 % / 6,6 %) AG = Aggressiv (18,3 % / 7,8 %)

📌 Die vier Referenzprofile dieser Reise liegen auf (oder nahe an) der Efficient Frontier. Ein Portfolio unterhalb der Kurve trägt unnötiges Risiko — dieselbe Rendite wäre mit weniger Volatilität erreichbar. Weiter rechts auf der Kurve bedeutet: mehr Risiko für mehr Rendite.

SR Sharpe Ratio Rendite je Risikoeinheit

Die Sharpe Ratio misst, wie viel Überschussrendite pro Risikoeinheit erzielt wird. Ein höherer Wert bedeutet bessere risikoadjustierte Performance — mehr Ertrag pro schlafloser Nacht. Sie erlaubt einen fairen Vergleich zwischen Portfolios mit unterschiedlichem Risikoniveau.

Sharpe = (Portfolio-Rendite − Risikofreier Zins) ÷ Volatilität
Risikofreier Zins ≈ Geldmarktrendite = 1,5 % p.a. in diesem Modell
Konservativ
(4,3−1,5)÷6,3
= 0,44
Ausgewogen
(5,4−1,5)÷10,1
= 0,39
Wachstum
(6,6−1,5)÷13,9
= 0,37
Aggressiv
(7,8−1,5)÷18,3
= 0,34

📌 Faustregel: >1,0 = hervorragend · 0,5–1,0 = gut · <0,5 = akzeptabel für langfristige Aktienportfolios. Alle vier Profile liegen bei 0,34–0,44 — typisch für diversifizierte, langfristig ausgerichtete Allokationen. Das konservative Profil erzielt den höchsten Wert, weil es weniger Risiko pro Renditeeinheit eingeht. Das „beste" Profil hängt von Ihren Zielen ab, nicht allein von dieser Kennzahl.

Disziplin, nicht Vorhersage

Die Arbeit einer SAA ist das Rebalancing — nicht das Prognostizieren.

Märkte bewegen sich. Ein 60/30/10-Portfolio (60% Aktien · 30% Anleihen · 10% Satelliten — Anlagen wie REITs und Krypto, die sich anders entwickeln), das fünf Jahre sich selbst überlassen wird, kann sich still auf 78/15/7 verschieben — mehr Risiko, als ursprünglich gewollt. Einmal pro Jahr (oder bei größeren Abweichungen) wird das Portfolio auf die Zielquoten zurückgeführt: Gewinner werden teilweise verkauft, Verlierer nachgekauft. Das wirkt gegen die Intuition — ist aber automatisiertes „hoch verkaufen, tief kaufen". Der Prompt Builder entwirft ein ausgereiftes Rebalancing-Konzept: Trigger, Frequenz und Bandbreiten.

ρ Korrelation Wie sich Anlageklassen zueinander bewegen

Die Korrelation (ρ) misst, wie zwei Anlagen sich gemeinsam bewegen — von −1 (perfekt gegenläufig) bis +1 (perfekt synchron). Ein Wert von 0 bedeutet unabhängige Bewegungen. Der Diversifikationsvorteil entsteht durch die Kombination von Anlagen mit niedriger oder negativer Korrelation — wenn eine steigt, fällt die andere, was die Gesamtschwankung des Portfolios dämpft.

CashAnleihenAktienREITsKrypto
Cash1,00≈ 0≈ 0≈ 0≈ 0
Anleihen≈ 01,000,00+0,10+0,05
Aktien≈ 00,001,00+0,65+0,40
REITs≈ 0+0,10+0,651,00+0,10
Krypto≈ 0+0,05+0,40+0,101,00

📌 Warum das wichtig ist: Anleihen (ρ = 0,0 zu Aktien) sind der klassische Diversifizierer — sie bewegen sich nicht mit Aktien. REITs (+0,65) folgen Aktien recht eng. Krypto (+0,40) diversifiziert in normalen Märkten, aber in Krisen tendieren Korrelationen dazu, gegen 1,0 zu laufen — genau dann, wenn Diversifikation am meisten zählt. Diese Werte fließen direkt in die Volatilitätsformel oben ein.

„Langfristig bestimmt Ihr Asset-Mix fast alles. Der Rest ist Rauschen, das sich wie Können anfühlt." — Sinngemäß: 40 Jahre Finanzforschung
02
Umsetzung

Dann: das günstigste, breiteste und einfachste Werkzeug. Der ETF.

Wenn Sie wissen, was Sie besitzen wollen, brauchen Sie einen Weg, es tatsächlich zu besitzen. ETFs — Exchange Traded Funds — sind das Schweizer Taschenmesser des modernen Investierens. Ein Kauf, Hunderte oder Tausende Unternehmen im Depot — zu Kosten, die früher wie Science-Fiction klangen.

Sie stellen wohl die größte Investmentinnovation der letzten 30 Jahre dar — und das Instrument, das den Weg zur Demokratisierung des Investierens ebnete.

Ein durchschnittlicher aktiv verwalteter Fonds in Europa kostet noch immer 1,4–1,8% pro Jahr. Ein breiter Index-ETF? Oft nur 0,07–0,20%. Der Unterschied klingt klein. Über 30 Anlegerjahre frisst er leise ein Drittel Ihres Vermögens.

500 Unternehmen, ein Klick

Ein ETF-Anteil = Miteigentum an allen. Liquidität, Transparenz, Diversifikation — alles in einem.

Die stille Gebührensteuer — über 30 Jahre.

1,35 Prozentpunkte. Klingt harmlos. Über drei Jahrzehnte auf €100.000 verschwinden dadurch still und leise €175.000 aus Ihrer Zukunft.

Günstiger ETF (0,15%) Aktiver Fonds (1,5%)
€100.000 investiert, 6% Bruttorendite p.a. Illustrativ.
€375k
nach 30 Jahren — aktiver Fonds mit 1,5% TER
€550k
nach 30 Jahren — Index-ETF mit 0,15% TER

Gleiches Startkapital. Gleiche Bruttorendite. €175.000 Unterschied — nur Gebühren.

TER Total Expense Ratio Die jährlichen Gesamtkosten eines Fonds

Die TER ist der jährliche Gesamtkostenanteil eines Fonds — ausgedrückt als Prozentsatz des investierten Vermögens. Sie deckt Management-, Verwaltungs- und Rechtskosten ab und wird täglich automatisch vom Fondsvermögen abgezogen, ohne sichtbare Rechnung. Das Kapital wächst einfach etwas langsamer.

TER = Gesamte jährliche Fondskosten ÷ Durchschnittliches Nettovermögen × 100 %
Täglich vom Fondsvermögen abgezogen. Kein separater Ausweis an den Anleger.
Typischer aktiver Fonds
1,4–1,8 %
Breiter Index-ETF
0,07–0,20 %
Effekt nach 30 Jahren
auf €100.000
€175.000

📌 Faustregel: Für breit diversifizierte ETFs auf große Indizes (MSCI World, S&P 500): unter 0,20 % ist gut — unter 0,10 % ist ausgezeichnet. Der Prompt Builder zielt bewusst auf das günstige Ende des ETF-Universums. Die TER ist die einzige vollständig vorhersehbare Renditebelastung — niedriger ist fast immer besser.

TE Tracking Error Wie eng ein ETF seinen Index abbildet

Der Tracking Error misst, wie genau ein ETF seinen Vergleichsindex abbildet — als annualisierte Standardabweichung der Differenz zwischen Fonds- und Indexrendite. Ein niedriger Tracking Error bedeutet, dass der ETF sich fast identisch zum Index verhält; ein hoher bedeutet Abweichungen.

Tracking Error = Std.-Abw. (Fondsrendite − Indexrendite) pro Jahr
Guter Index-ETF
0,05–0,25 %
Typischer aktiver Fonds
3–8 %
Swap-basierter ETF
≈ 0,01 %

📌 Ein hoher Tracking Error bei einem aktiven Fonds ist gewollt — der Manager weicht bewusst vom Index ab. Bei einem Index-ETF sollte er so niedrig wie möglich sein. Er unterscheidet sich von der TER: Ein ETF kann eine niedrige TER haben, aber dennoch einen moderaten Tracking Error aufweisen — etwa durch die Behandlung von Dividenden, Rebalancing-Kosten oder Sampling-Methoden statt vollständiger Replikation.

Der unsichtbare Gegner

Inflation frisst mit — jeden Tag.

Bei 2,5% Inflation p.a. halbiert sich die Kaufkraft von Bargeld in rund 28 Jahren. Ein global diversifiziertes Aktien-ETF-Portfolio war historisch einer der verlässlichsten Wege, diesen Schwund nicht nur zu kompensieren, sondern real zu schlagen.

Home Bias

Drei Schweizer Blue Chips ≠ Diversifikation.

Nestlé, Novartis und Roche machen über 50% des SMI aus — alles defensive Titel, alle in CHF. Wer Einzeltitel statt eines globalen ETF hält, trägt Klumpenrisiko: Branchen- und Unternehmensrisiko auf einmal. Die Schweiz macht ~3% der Weltmarktkapitalisierung aus. Die anderen 97% kauft man mit einem einzigen ETF.

Ein gewisser Home Bias ist dabei durchaus rational — gerade in der Schweiz. Der starke Franken wirkt als natürliche Absicherung: Globale Aktien in CHF tragen bereits ein Währungsrisiko, sodass eine moderate Übergewichtung Schweizer Anlagen dieses glätten kann. Entscheidend ist das Ausmaß. Eine Konzentration auf drei Blue Chips ist kein Tilt — es ist ein Sektorwette im Kleid der Diversifikation.

Der Prompt Builder berücksichtigt Ihre Basiswährung und passt die Home-Bias-Empfehlung in Ihrem Anlageprompt entsprechend an — kein generisches globales Template, sondern auf Ihre tatsächliche Währungsexposition zugeschnitten.

„Beim Investieren bekommen Sie, wofür Sie nicht bezahlen." — John C. Bogle, Gründer von Vanguard
03
Die Helden-Falle

Stock Picking fühlt sich schlau an. Die Daten sagen etwas anderes.

Jeder hat einen Bekannten, der 2009 Apple gekauft hat. Niemand kennt jemanden, der zugibt, 2019 Wirecard, 2007 Nokia oder 2000 GE gekauft zu haben. Survivorship-Bias ist der teuerste Trick, den unser Gehirn dem Depot spielt.

Weltweit sind rund 50.000 Unternehmen gelistet. In jedem 10-Jahres-Fenster liefert eine winzige Minderheit den Großteil der Rendite. Verpassen Sie diese wenigen, performen Sie schlechter als ein langweiliger Indexfonds — der per Definition alle besitzt.

Darum zeigen die SPIVA-Scorecards seit über 20 Jahren immer wieder denselben Befund:

Aktiv verwaltete Large-Cap-Fonds, die ihre Benchmark unterperformen
1 Jahr
62%
5 Jahre
78%
10 Jahre
85%
20 Jahre
92%
Quelle: S&P Dow Jones SPIVA, langfristige Durchschnitte (illustrativ).
Survivorship Bias

Nur die Gewinner reden noch.

Fonds, die gescheitert sind, werden still aus dem Index entfernt. Vergangene Rankings werden ohne die Verlierer neu berechnet. Die Starmanager, über die Sie lesen, haben überlebt — sie sind nicht typisch, sondern die Ausnahmen, die noch zitiert werden.

αβ Alpha · Beta · Mehrrendite Aktive Manager fair bewerten

Beta (β) misst, wie stark ein Fonds schwankt, wenn der Markt schwankt — ein Beta von 1,0 bedeutet: er folgt dem Markt eins zu eins. Alpha (α) ist die Rendite über oder unter dem, was Beta vorhersagt: der tatsächliche Mehrwert (oder -verlust) des Managers, bereinigt um Marktbewegungen. Dauerhaft positives Alpha nach allen Kosten ist, was aktive Manager versprechen — und selten liefern.

α = Fondsrendite − [Risikofreier Zins + β × (Marktrendite − Risikofreier Zins)]
CAPM. Beispiel: β=1,0, Markt +8 %, Fonds +6,5 % → α = −1,5 %
Index-ETF
β ≈ 1,0
α ≈ −0,15 %
(nur die TER)
Durchschn. aktiver Fonds
β ≈ 1,0
α ≈ −1,3 %
(TER + Reibung)
Neg. Alpha (10 J., SPIVA)
85 %
der Fonds

📌 Ein Index-ETF hat per Definition α ≈ 0 minus TER — er versucht nie, den Markt zu schlagen, er besitzt ihn einfach. Die meisten aktiven Fonds haben β nahe 1,0 (sie halten weitgehend dieselben Aktien wie der Index), sodass man eine hohe Gebühr für eine statistisch geringe Chance auf positives Alpha zahlt, die in ~85 % der Fälle über 10+ Jahre nicht eintritt.

Mini-Spiel

Wählen Sie den nächsten 10-Jahres-Gewinner.

Einen Ticker auswählen. Wir zeigen, was passiert ist.

AAPLTech-Riese
WDIPayment-Star
GMEViraler Hype
NFLXStreamer
NOKEx-Champion
TSLARaketen & Autos
GEKlassiker
MSFTSoftware
ENREnergie-Hype
?Der Nächste
Einen auswählen. Kein Druck. Es ist nur Ihre Altersvorsorge.
„Suchen Sie nicht die Nadel im Heuhaufen. Kaufen Sie einfach den ganzen Heuhaufen." — John C. Bogle
04
Die Kristallkugel

Niemand läutet die Glocke am Tiefpunkt. Oder am Peak.

„Ich warte einfach, bis sich die Lage beruhigt hat." Der teuerste Satz der privaten Geldanlage. Märkte machen ihre beste Arbeit an wenigen, explosiven und unvorhersehbaren Tagen — und die liegen meist direkt neben den beängstigenden.

Was passiert, wenn Sie die besten Tage verpassen?

€10.000 im globalen Aktienindex, 20 Jahre. „Verpasste Tage" = an den N besten Handelstagen in Cash. Illustrativ.
7 von 10
der besten Handelstage liegen historisch innerhalb von 2 Wochen neben den 10 schlechtesten. (Fidelity / Morningstar, historische Analyse)
–54%
typischer Rückgang des Endvermögens, wenn nur die 10 besten Tage in 20 Jahren verpasst werden.

Jedes Jahrzehnt hat seinen Bärenmarkt. Jeder Bärenmarkt endete.

2000–2002 · Dotcom
−49%
Vollständig erholt bis 2006/07.
2007–2009 · Finanzkrise
−54%
Neues Allzeithoch 2013.
2020 · COVID-Crash
−34%
Neues Hoch nach nur 5 Monaten.
DD Maximaler Drawdown Der schlimmste Rückgang von Hoch zu Tief

Der maximale Drawdown (MDD) ist der größte Rückgang vom Hochpunkt zum Tiefpunkt eines Portfolios über einen bestimmten Zeitraum — der Worst Case für jemanden, der am Höhepunkt eingestiegen ist und am Tiefpunkt verkauft hat. Er ist die Belastbarkeitsprobe: Hätten Sie das durchgehalten?

MDD = (Tiefstwert − Höchstwert) ÷ Höchstwert × 100 %
Immer negativ. Erholung erfordert einen größeren Gewinn: −50 % Verlust braucht +100 % zur Erholung.
2000–02 Dotcom
−49 %
2007–09 Finanzkrise
−54 %
2020 Covid-Crash
−34 %
Konservatives Profil
≈ −20 %
Ausgewogenes Profil
≈ −30 %
Aggressives Profil
≈ −55 %

📌 Drawdown ist kein dauerhafter Verlust — es ist temporärer Schmerz vor der Erholung (jeder Bärenmarkt im obigen Raster hat sich vollständig erholt). Aber er zeigt, was man aushalten muss. Wer bei −40 % in Panik verkauft, ist falsch allokiert — unabhängig von der langfristigen Renditeerwartung. Das Quiz in Kapitel 6 kalibriert das Profil genau auf diese Frage.

Der beste Freund des Investors — das Vergessen

Die renditestärksten Depots gehören Menschen, die vergessen haben, dass sie eins haben.

Eine (viel zitierte, möglicherweise apokryphe) interne Fidelity-Studie ergab: Die besten Depots gehörten Kunden, die gestorben — oder schlicht die Zugangsdaten vergessen hatten. Sie konnten schlicht nicht in Panik verkaufen. Langweilig schlägt klug.

„Zeit im Markt schlägt den Markt zu timen." — Eine Anleger-Floskel, weil sie einfach immer wieder stimmt
05
Wie Vermögen wirklich wächst

Am Montag langweilig. Nach dreißig Jahren Magie.

Das Geheimnis ist nicht Aufregung. Es ist Zeit × Geduld × ein vernünftiges Portfolio. Regler bewegen, Schneeball beobachten.

€50.000
€500
25 J.
6,0%
Grün = Ihre Einzahlungen. Koralle = Zinseszins erledigt die Arbeit für Sie.
Ihre Einzahlungen
€—
Zinseszins-Gewinne
€—
Endvermögen
€—
„Zinseszins ist das achte Weltwunder. Wer ihn versteht, verdient ihn. Wer nicht, zahlt ihn." — Angeblich (vielleicht) von Albert Einstein. Wahr ist es sicher.
06
Sie sind dran

Vier kurze Fragen. Wir befüllen den Prompt Builder schon mal vor.

Beantworten Sie die vier Fragen unten. Wenn Sie fortfahren, übergeben wir Ihre Antworten direkt an den Prompt Builder — Schritt 1 ist damit schon halb erledigt. Es gibt keine falschen Antworten — nur Ihre persönliche Situation.

01 · Horizont

Ihr Anlagehorizont

02 · Risiko

Ihr Depot fällt nächstes Jahr um 30%. Sie …

03 · Einkommen

Ihre Einkommensstabilität in den nächsten zehn Jahren ist …

04 · Liquidität

Benötigen Sie regelmässige Entnahmen aus diesem Portfolio?

Sie haben das Ende der Reise erreicht.

Der Portfolio Prompt Builder will den Markt nicht schlagen.
Er hilft Ihnen, ihn zu besitzen — intelligent.

Sagen Sie ihm Ihre Ziele, Ihren Anlagehorizont und Ihre Toleranz für Turbulenzen — und er baut eine ETF-basierte Strategische Asset Allocation, die im Hintergrund leise weiterwächst, während Sie Ihr Leben leben.

Quellen & weiterführende Literatur

  1. Brinson, Hood, Beebower — „Determinants of Portfolio Performance" (Financial Analysts Journal, 1986/1991): rund 90% der zeitlichen Renditeschwankung eines Portfolios gehen auf die Asset Allocation zurück.
  2. S&P Dow Jones Indices — SPIVA® Scorecards (fortlaufend): Anteil aktiv verwalteter Fonds, die ihre Benchmark über 1, 5, 10 und 20 Jahre verfehlen.
  3. Morningstar — „Mind the Gap" (jährlich): Differenz zwischen ausgewiesener Fonds-Rendite und tatsächlicher Anleger-Rendite durch Timing-Verhalten.
  4. Bessembinder, H. — „Do Stocks Outperform Treasury Bills?" (2018): die Mehrheit der langfristigen Aktienüberrendite stammt von einer kleinen Minderheit der Einzelaktien.
  5. Dimson, Marsh, Staunton — Credit Suisse / UBS Global Investment Returns Yearbook: lange Renditezeitreihen für Aktien, Anleihen und Cash über 120+ Jahre.
  6. J.P. Morgan Asset Management — Guide to the Markets / Retirement: Auswirkung verpasster bester Handelstage auf die Endrendite.
Wichtige Hinweise. Diese Seite ist ein redaktioneller Konzept-Prototyp und dient ausschließlich Bildungszwecken. Sie stellt keine Anlageberatung, keine Anlageempfehlung und kein Angebot zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten im Sinne der MiFID II (EU) bzw. des FIDLEG (CH) dar. Historische Renditen sind kein verlässlicher Indikator für zukünftige Entwicklungen. Alle Zahlen sind illustrativ gerundet; genaue Werte können je nach Quelle, Stichtag und Währung abweichen. Vor einer Investitionsentscheidung sollten Sie Ihre persönliche Situation prüfen und gegebenenfalls eine qualifizierte Beraterin oder einen qualifizierten Berater konsultieren.